In zwei Monaten werde ich wieder in Deutschland sein. Mittlerweile vergeht die Zeit hier so schnell wie in Lippstadt. Und von Langeweile kann keine Rede sein. Seit fast 4 Wochen habe ich Stress, weniger Schlaf, aber auch eine höhere Motivation, mehr Spaß bei der Arbeit und Verantwortung.
Vor vier Wochen habe ich GGA verlassen, um mich Yannic und Stefan, auch Ehemaligen GGAlern, beim Umbau und Renovierung von zwei Kinderheimen anzuschließen.
Ich arbeite jetzt 70km von GGA entfernt in einem Vorort von Durban, einem ehemaligen Township, oder ca. 30km entfernt in einem anderen Tal. Zum einen sind wir 3 selbst am Arbeiten, z.B. um den Boden in 3 Arbeitsschritten auszubessern und zu versiegeln, zu streichen, Küchen zu installieren, Sicherheitsgitter und Regale anzubringen oder alle möglichen Hausmeisterarbeiten zu erledigen. Ansonsten treten wir als Bauherren auf, die Bauarbeiter unter Vertrag haben, Zaunbauer oder Pflasterer beauftragen, Materialen bestellen oder finden, Hühnerstelle zusammen basteln lassen, Pläne überarbeiten oder wie heute Sümpfe trocken zu legen versuchen, indem man ein Bagger(mittlerweile kann ich verstehen warum so viele Kinder Bagger fahren werden wollen;) ein Betonrohr verlegen lässt. Quantitativ kann ich nicht präzise ausdrücken wie sehr unsere Aufgaben und Verantwortlichen gestiegen sind.
Yannic, Stephan und Lena haben ein paar Tage, nachdem Yannic mit mir aus Deutschland zurückgekommen, GGA verlassen, um mit ihrer neuen Tätigkeit zu beginnen. Nach 5 Wochen habe ich mit den Dreien und ihrem Finanzier ein Wochenende verbracht, eine Woche später war ich selbst dort und Lena fast wieder in Deutschland.
Das erklärt grob wie ich dazu gekommen bin mit Yannic und Stephan zu arbeiten.
Gründe warum ich in sieben Tagen gewechselt bin gibt es mehrere:
- Der Reiz der Aufgabe zwei Kinderheime aufzubauen
- Planungssicherheit für 7 Wochen
- Neue Seiten von Afrika kennenzulernen
- Verantwortung
- Kein Arbeiten nach der Uhr: Es wird gearbeitet bis das Tagesziel erreicht ist anstatt die Arbeit so zu verkürzen, dass man seinen nach Hause Trip nicht verpasst
Es gibt noch viel mehr über diesen Wechsel zu schreiben, vor allem die Art von Freiwilligenarbeit zu schildern, die ich mittlerweile für sinnvoll halte!
Über meine Zeit in Deutschland habe ich immer noch nichts außer Stichpunkte hintereinander bekommen….
Schlaft gut!
Verfasst von henrywebel 

























